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Lob für den Gemeinschaftsgeist

Freiwillige Feuerwehr Bleichenbach feiert mit einem Festkommers ihr 75-jähriges Bestehen

 

(hwo). Die Freiwillige Feuerwehr in Bleichenbach feierte am Wochenende ihr 75-jähriges Bestehen. Der Freitag stand im Zeichen des großen Festkommerses, dem eine Kranzniederlegung am Ehrenmal vorausgegangen war.

Dort gedachte die Festgemeinde mit Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring und Vorsitzendem Burghard Emrich jener Feuerwehrkameraden, die in früheren Jahrzehnten zum Erfolg der Bleichenbacher Feuerwehr beigetragen haben. Die Bleichtaler Musikanten und der Männerchor des TSG unter der Leitung von Matthias Habermann umrahmten den feierlichen Akt musikalisch.

 

Der Kommersabend begann mit dem Einmarsch der Aktiven von der Einsatzabteilung über die Jugendwehr bis hin zu den Feuerzwergen. Diese starke Mannschaft stand dann mit der Vereinsfahne auf der Bühne, während Emrich die Gäste, darunter viele Ehrengäste, begrüßte.

 

Durch das Programm führte Holger Kraft, der als ersten Gratulanten den CDU-Landtagsabgeordneten Klaus Dietz ankündigte. Dieser lobte den Gemeinschaftsgeist in den Wehren, der sich auch hier durch die Anwesenheit vieler befreundeter Feuerwehren dokumentiere.

 

Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring zeigte in ihrer Ansprache die Vielfalt der Einsätze der freiwilligen Feuerwehren auf und nannte sie „ein unverzichtbares Element der Infrastruktur der Stadt Ortenberg“. Auch Ortsvorsteher Harald Nixdorf dankte allen Ehrenamtlichen für ihre Arbeit. Glückwünsche übermittelten auch Kreisbrandmeister Matthias Nickel und Stadtbrandinspektor Lars Henrich.

 

Die Bleichenbacher Feuerzwerge kamen mit einem roten Tretauto mit echtem Blaulicht in das Zelt gefahren und zeigten eine gelungene Darbietung. Die Jugendfeuerwehr hatte nach den Worten von Holger Kraft die „ursprüngliche Version“ des Märchens Aschenputtel in den Archiven entdeckt, bei der die handelnden Personen Feuerwehrangehörige sind. Viel Applaus für die Akteure dieser Aufführung.

 

Die Chronik der Bleichenbacher Feuerwehr wurde nicht nur vom Vorsitzenden Burghard Emrich vorgetragen, sondern unterhaltsam ergänzt von einem „Stammtisch“ mit Tine Kraft, Karl-Heinz Borgner und Jörgen Kraft, die dabei viele lustige Begebenheiten aus der Vereinsgeschichte verrieten. Wie in jedem Verein gab es auch bei der Bleichenbacher Wehr nach der Gründung im Jahre 1935 Höhen und Tiefen. So gehörte ab 1937 sogar 25 Jahre lang ein Spielmannszug zum Verein. Der Krieg unterbrach das Vereinsleben und ab 1949 konnte erst nach und nach die technische Ausstattung verbessert werden. Ein Höhepunkt im Vereinsleben war der Neubau des Feuerwehrhauses in der Dorfmitte Ende der 80er Jahre.

 

Nach einem Auftritt der Tanzgruppe „Fantasy“ des TSV Stockheim standen Ehrungen (Bericht folgt) auf dem Programm. Danach hatten die Gäste das Wort. Stadträtin Gerda Vollmar sprach für die Landfrauen, die Projektgruppe Dorferneuerung sowie die Ortsverbände der CDU und der SPD. Dieter Kosch hatte es übernommen, für das DRK, den VdK-Ortsverband, den Kleintierzuchtverein, die Natur- und Vogelschutzgruppe, den Seniorenklub, die evangelische Kirchengemeinde, den TSG Bleichenbach mit allen Sparten und die Bleichtaler Musikanten zu gratulieren und für die erfolgreiche Arbeit zu danken. Gerlinde Vonhof bedankte sich für den Kindergarten „Puzzle“ für die stete Hilfsbereitschaft der Feuerwehr mit einem selbst gedichteten Lied, Michael Günther überbrachte die guten Wünsche des DRK Ortenberg und Markus Bäckel gratulierte für die Feuerwehren der Stadt Ortenberg.

 

Was folgte, war der Große Zapfenstreich. Die Beleuchtung im Saal wurde gelöscht, nur noch die vielen kleinen Lichter auf den Tischen spendeten etwas Helligkeit, Theke und Küche stellten ihren Betrieb ein und auf der Bühne versammelten sich die Feuerwehrkapellen aus Hain-Gründau und Rothenbergen. Dann marschierten die Aktiven der Bleichenbacher Wehr, allen voran Wehrführer Egbert Schäfer, mit Uniform, Helm und der Vereinsfahne, begleitet von sechs Fackelträgern, in das Zelt. Sie nahmen vor der Bühne Aufstellung und dann begann eine beeindruckende Zeremonie, die alle Gäste schweigend verfolgten. Mit viel Applaus bedankten sich die Besucher ganz am Ende für dieses außergewöhnliche Erlebnis.

Beim Spielen der Nationalhymne am Ende des Großen Zapfenstreichs salutierte Wehrführer Egbert Schäfer und alle Gäste erhoben sich von den Plätzen.

Viel Spaß hatten die Besucher an der Vorführung der „Feuerzwerge“.

Text und Fotos:Wohlfahrt