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Einsatzkräfte demonstrieren bei nächtlicher Großübung in Usenborn den hohen Stand ihrer Ausbildung
Ein Bericht von Andrea Hennecke (ahe), Kreis-Anzeiger, 24.02.2010.
USENBORN. Montag, 19.25 Uhr. Sirenengeheul hallt durch Usenborn. Wenige Minuten später preschen die Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren Usenborns, Hirzenhains und Gelnhaars sowie des DRK-Rettungsdiensts Ortenberg mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort am Dorfbrunnen. Dort waren als Teil einer Großübung an der Kreuzung ein Traktor und ein Pkw kollidiert. Bei dem „Unfall“ erlitten drei Personen simulierte Verletzungen. Dieses Szenario bot sich den Einsatzkräften bei der Nachtalarmübung, zu der die Jubiläumsfeuerwehr Usenborn anläßlich ihres 75-jährigen Bestehens eingeladen hatte.
„Mit dieser Übung wollen wir der Bevölkerung demonstrieren, wie die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte unter realistischen Bedingungen funktioniert und welche Gerätschaften zum Einsatz kommen“, erläuterte der Usenborner Wehrführer und Einsatzleiter der Schauübung Christoph Weinthäter.
Im Vordergrund stand bei dem angenommenen Unfall die Personenrettung. Da es sich bei den Opfern um leicht Verletzte handelte, entschieden sich Notarzt und Wehrführer vor Ort um eine patientenorientierte Rettung. Die Kameraden der Feuerwehr Usenborn sicherten das Fahrzeug mit Keilmaterial, bevor Notarzt und Rettungssanitäter die Patienten mit Beruhigungs-und Schmerzmitteln versorgten und stabilisierten. Um die Verletzten bergen zu können, mussten sich die Feuerwehrleute aus Hirzenhain mit hydraulischer Schere und Spreizer Zugang zum Wageninneren verschaffen. Um bei diesen Arbeiten das Auslösen der Airbags zu verhindert, wurde zuvor die Pkw-Batterie abgeklemmt. Zeitgleich sicherten die Kräfte des Wassertrupps die Durchführung der technischen Rettungsmaßnahmen und übernahmen andere Kameraden die Absicherung und Ausleuchtung der Unfallstelle sowie den Brandschutz. Die Patienten-Mimen wurden nach Bergung fiktiv dem Rettungsdienst übergeben und mit Hubschrauber und Krankenwagen in benachbarte Krankenhäuser zur weiteren Versorgung abtransportiert.
„Die Zusammenarbeit mit allen am Einsatz Beteiligten ist Grundvoraussetzung für unser Arbeiten am Unfallfahrzeug und an den Patienten. Dies ist uns bei der heutigen Übung gelungen“, zog der Wehrführer aus Usenborn sein positives Fazit.
Im Einsatz waren bei der Nachtalarmübung jeweils 14 Aktive der Feuerwehren Usenborn und Hirzenhain, acht Kameraden der Feuerwehr Gelnhaar sowie sechs Sanitäter und ein Notarzt vom DRK Ortenberg. Die Einsatzleitung oblag Christoph Weinthäter. Die Moderation der Übung hatte Axel Bechtoldt übernommen. Um die Verköstigung der über 100 Zuschauer, darunter Einwohner und Kameraden befreundeter Wehren sowie Ortenbergs Erster Stadtrat Uli Heck, kümmerten sich die Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung.
Die Videos zu dieser Übung finden Sie unter:
Part 1 http://www.youtube.com/watch?v=geXRK45mLHg
Part 2 http://www.youtube.com/watch?v=NA0dCdRb8zI
Part 3 |

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Nacht-Alarmübung -> Rettung von Personen im Vordergrund |